Verstorbener Bürgermeister bleibt unvergessen
Auch eineinhalb Jahre nach dem plötzlichen Tod des Utechter Bürgermeisters und ehemaligen Amtsvorstehers Andreas „Theo“ Spiewack haben ihn Freunde erneut in Erinnerung gerufen.
Maik Freitag
Utecht Konrad Beckmann ist gerade einmal sieben Jahre alt. Doch für die 26 Kilometer lange Strecke um den Ratzeburger See hat er sich sein Fahrrad genommen und will zusammen mit Mutter Jenny die Strecke absolvieren. „Ich habe schon im vergangenen Jahr an der Erinnerungstour für Andreas Spiewack teilgenommen, allerdings im Fahrradanhänger von Mutti“, erzählt der Utechter.
In diesem Jahr wollen er und Mutter Jenny gemeinsam eine Runde um den See radeln und dabei den im Januar 2025 plötzlich verstorbenen ehemaligen Bürgermeister Andreas „Theo“ Spiewack ehren. „Wir werden das schon zu zweit schaffen. Im vergangenen Jahr kamen wir mit Rad und Anhänger nur bis nach Ratzeburg und sind dann mit dem Schiff zurückgefahren“, erklärte Jenny Beckmann. Ähnlich geht es auch dem früheren Schlagsdorfer Fußballer Tasso Pattek. Der mittlerweile 61-Jährige lief ebenfalls in Gedenken an „Theo“ einige Kilometer am See entlang. „Ich mache aber nur zehn Kilometer. Für mehr reicht die Kraft nicht. Was zählt, ist der Gedanke an Theo“, sagte er.
Die ganzen 26 Kilometer nahm hingegen Christian Grose aus Carlow unter die Füße. „Ich kannte Theos Bruder gut und bin durch den Kindergarten in Carlow oft mit ihm und seiner Frau in Kontakt gewesen. Ich habe Theo als stets gut gelaunten und immer hilfsbereiten Menschen in Erinnerung behalten“, erzählt der 50-Jährige.
Peter Karstens aus Utecht ging die Strecke eher gemütlich an. Denn er wanderte in knapp vier Stunden um den Ratzeburger See – der Lieblingsstrecke von Andreas Spiewack. „Theo liebte es, bei Sonnenaufgang in aller Ruhe hier entlangzulaufen“, erklärte Initiator Sandro Meyke.
Auch der Initiator und ehemalige Freund und Arbeitskollege machte sich mit Freunden auf den Weg, um nach der Rückkehr nach Utecht mit den Teilnehmern sowohl über die vergangene Zeit zu reden, als auch den Herrentag zu feiern. Genauso spontan und gut gelaunt, wie es Andreas Spiewack einst war.

