Wakenitzbrücke: Hoffnung auf Ende des Baustopps Drucken
Dienstag, 17. März 2009 01:00

Rothenhusen – Ein Quäntchen Hoffnung, dass die neue Wakenitzbrücke bei Rothenhusen doch noch fertiggestellt werden kann, gibt es. Noch am Sonnabend hat der Kreis Herzogtum Lauenburg Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Schleswig wegen der Entscheidung vom Freitag eingelegt.

Morgen wollen die Richter entscheiden, ob das Urteil zugunsten des BUND Bestand hat oder ob doch noch einige Tage weitergearbeitet werden kann. Ob damit die Blockade der Brücke für das kommende halbe Jahr tatsächlich zu verhindern wäre, ist jedoch unklar: „Das wird knapp, ausgeschlossen ist es aber nicht“, sagt der Sprecher der Kreisverwaltung, Karsten Steffen. Zeit bliebe nach dem bisherigen, verlängerten Bauplan nur bis zum 27. März.

Bis zur Entscheidung am Mittwoch wird es an der Wakenitz unterdessen auf jeden Fall ruhig bleiben, weil der nach dem Urteil verhängte Baustopp zumindest vorläufig weiter gilt. Auf der Ostseite der Wakenitz ruhen die Bauarbeiten bereits seit dem 4. März. Auch dort läuft ein Verfahren vor dem Verwaltungsgericht. Entschieden wurde noch nicht, aber die Justiz bat darum, bis zu einer Entscheidung die Arbeiten einzustellen.

Die Landrätin des Kreises Nordwestmecklenburg, Birgit Hesse, bedauert die Situation und appelliert an den BUND, kompromissbereit zu sein. „Ansonsten erleidet der BUND einen großen Imageverlust. Es ist für niemanden nachvollziehbar, dass einer fast fertigen Brücke eine Zwangspause von fünf Monaten verordnet wird.“

Quelle - Lübecker Nachrichten 17.03.2009