Aktuell
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Kein Straßenausbau für Wakenitzbrücke |
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Donnerstag, 19. Juni 2003 07:22 |
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Etwa eine Million Euro wird sie kosten, sogar zwei Fahrzeugen von jeweils 30 Tonnen hält sind stand, und ihre Nutzungsdauer soll mindestens 80 Jahre betragen -das sind die Eckdaten für die geplante neue zweispurige Stahl-Stabbogen-Brücke über die Wakenitz. Nach der Entscheidung des Bau- und Umweltausschusses des Kreis Herzogtum Lauenburg am Montagabend für diese Lösung haben in der Kreisverwaltung die Planungen für den Neubau begonnen. Dabei sollen auch weiterhin alle Betroffenen möglichst umfangreich beteiligt werden. Deshalb hat der Ausschuss entschieden, für das Projekt ein Planfeststellungsverfahren zu beantragen. In den etwa zweistündigen Ausschussberatungen erfuhren die Teilnehmer, dass die Zufahrten (K 23 und K 5) nicht ausgebaut werden sollen und dass die Verbindung über die Brücke nicht als Umleitungsstrecke für die A 20 vorgesehen ist. Den Politikern wurden Vorprüfungen zur Umweltverträglichkeit und Prognosen zur Verkehrsentwicklung vorgestellt. Deren Fazit lautete, dass ein zweispuriger Ausbau keine wesentlichen Beeinträchtigungen der Natur bringe und sich die Verkehrsbelastung nicht wesentlich erhöhe werde. Während der Sitzung kamen auch die unterschiedlichen Vorstellungen aus dem Nordwestkreis zur Sprache. Der Kreis befürwortet die zweispurige Lösung, während die Gemeinden Utecht, Thandorf und Lüdersdorf nur eine einspurige Brücke wollen. Groß Saraus Bürgermeister Volker Niederhausen warnte vor Teillösungen, Hans-Heinrich Stamer vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland plädierte dagegen für eine einspurige Brücke. Die Interessengemeinschaft (IG) aus den Dörfern in Brückennähe hatte vor der Sitzung einige Spruchbänder vor dem Alten Kreishaus in Ratzeburg entrollt. Ihre Forderungen: "Keine zweite Autobahnbrücke" und "Trecker ja, Lkw nein". Befürchtet wird von den IG-Mitgliedern eine starke Zunahme des Verkehrs, weshalb sie schon seit Monaten dafür werben, nur eine einspurige Brücke zu bauen. Ersetzt werden muss das vorhandene, schon ein Dreivierteljahrhundert alte Bauwerk, weil es immer baufälliger und bei einer Tragkraft von sechs Tonnen ständig überlastet wird. Quelle Lübecker Nachrichten vom 19.06.03 |
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Hochzeitsprämie macht Fusion interessant |
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Donnerstag, 10. April 2003 07:25 |
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Ehe aber nicht nur von Wirtschaftsfaktoren abhängig. Nach Schlagsdorf und Thandorf haben am Dienstag auch die Utechter Gemeindevertreter die Aufnahme von Verhandlungen über Gebietsverhandlungen beschlossen. Dies ist ein Schritt, der laut Kommunalverfassung notwendig ist, erklärte Bernd Karnatz, Hauptamtsleiter des Amtes Rehna. Somit könnten nun weitere Gespräche geführt werden. Ende Februar hatten Vertreter von Schlagsdorf, Utecht, Thandorf, Groß Molzahn und Rieps bereits schon einmal zusammengesessen. Mit diesen fünf Gemeinden handelt es sich auch um die Mitglieder des Schulverbandes und die Bildungseinrichtung ist von vorrangigem Interesse aller, sie muss dringend saniert werden. Hier kommt die "Hochzeitsprämie" ins Spiel. Diese Sonderbedarfszuweisung von 75000Euro erhalten alle Gemeinden, die sich entschließen. ihre Eigenständigkeit aufgeben. Das gelte laut Karnatz jedoch vorerst nur bis zum 31.Dezember 2004. Bis dahin ist dies ein finanzieller Anreiz für Gemeinden, sich freiwillig zusammenzuschließen. "Es ist gar nicht unwahrscheinlich, dass bei der allgemein schlechten finanziellen Lage der Gemeinden, wirtschaftliche Zwänge eine Einigung sogar erforderlich machen", mutmaßt der Hauptamtsleiter. Er ist sich jedoch sicher, dass allein wirtschaftliche Mutmaßungen nicht ausschlaggebend für die Ehe sein werden. Dennoch, so rechnet er vor, wenn sich alle fünf Einzelgemeinden für eine gemeinsame große entscheiden, dann gibt es viermal 75000Euro. Somit ist Eile geboten. Noch stehen die Entscheidungen von Groß Molzahn und Rieps aus. Die Gründung einer Arbeitsgemeinschaft für die "Ehe-Willigen" ist bereits beschlossene Sache. Für Utecht sitzen Bürgermeister Andreas Spiewack und sein Stellvertreter Herbert Weber mit im Boot. Die AG soll die Verträge ausarbeiten, Anhörungen und Gespräche mit den Bürgern organisieren. "Im Mai 2004 stehen Kommunalwahlen an. Vielleicht haben wir die Einigung dann ja schon in Sack und Tüten", gibt Hauptamtsleiter Karnatz Ausblick auf ein mögliches straffes Zeitraster. Quelle SVZ vom 10.04.2003 |
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Utechts Bürgermeister stellte Vertrauensfrage |
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Donnerstag, 06. Februar 2003 07:34 |
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Utecht - "Schimpft mich einen Lügner, und ich werde als Bürgermeister zurücktreten", forderte Andreas Spiewack während der letzten Sitzung der Gemeindevertreter. Er beteuerte, in Sachen Ortsdurchfahrt nicht der verlängerte Arm von Landrat Bräunig zu sein. Alles nur ein Missverständnis? Utechts Bürgermeister Andreas Spiewack stand bei der letzten Gemeindevertretersitzung erneut in der Kritik. Seine Handlungsweise bezüglich der Vorschläge zu einer veränderten Ortsdurchfahrt und dem geplanten Beschluss, eine Ortsumgehung zu fordern, wurde von den Gemeindevertretern und den zahlreich anwesenden Utechtern kontrovers diskutiert. Spiewack ging in die Offensive und bot seinen Rücktritt an. Natürlich nicht, ohne daran eine konkrete Forderung zu knüpfen. Spiewack erklärte nachdrücklich, dass er weder an einer Begehung Utechts zum Thema Ortsdurchfahrt teilgenommen habe, noch Kenntnis über konkrete Pläne und Unterlagen des Amtes Rehna zum diesem Thema habe. Desweiteren sei er zu keinem Zeitpunkt vom Landrat noch von den Bauamtsleitern des Kreises und des Amtes Rehna dazu gedrängt oder dazu eingeschworen worden, eine Wunschvariante des Kreises zu realisieren. "Jeder, der gegenteiliges beweisen kann, soll mir sagen, dass ich ein Lügner bin", erklärte Spiewack und bot für diesen Fall seinen Rücktritt an. Auch nach der Gemeindevertretersitzung hieß der Utechter Bürgermeister Andreas Spiewack. Beweise konnte oder wollte niemand vorlegen. Die anschließende Diskussion hinterließ allerdings bei vielen Anwesenden ein mulmiges Gefühl. Mit zwei offenen Fragen wurden sie aus der Sitzung entlassen: Warum hat der Bürgermeister eine Verlegung der Ortsdurchfahrt zu diesem Zeitpunkt ins Spiel gebracht? Und warum hat Spiewack versucht, die Beschlussfassung zur Ortsumgehung durch gezielte Beeinflussung der Bürgerinitiative Wakenitzbrücke zu torpedieren? Nachvollziehbare Antworten blieb der Bürgermeister schuldig. Fest steht, dass der Kreis Herzogtum-Lauenburg einen Neubau der Wakenitzbrücke zwischen Rothenhusen und Utecht plant. Einspurig, zweispurig und mit oder ohne Tonnagebegrenzung ist derzeit noch völlig offen. Fest steht auch, dass die Utechter Dorfstraße überlastet, in miserablem Zustand und für Lkw nicht passierbar ist. Aber gerade dieser Zustand galt bei den Utechtern als Pfund für eine Forderung nach einer einspurigen Brücke mit Tonnagebegrenzung. "Die neuen Varianten kamen bei einem lockeren Gespräch bei Landrat Bräunig auf den Tisch", berichtet Spiewack. Er habe dort nur das Informationsdefizit der Utechter lindern wollen. Quelle Lübecker Nachrichten vom 6. Februar 2003 |
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Utechter diskutierten Straßenverlauf |
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Donnerstag, 23. Januar 2003 07:36 |
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Bürgermeister stellte drei Varianten vor - Einwohner wollen vierte: Ortsumgehung Zu einem Meinungsaustausch lud der Utechter Bürgermeister Andreas Spiewack am Dienstagabend seine Bürger ins Kulturhaus. Drei Varianten einer möglichen Ortsdurchfahrt stellte er zur Diskussion, um den derzeitigen Zustand zu verbessern. Doch rund einhundert Bürger forderten eindeutig Variante Nummer vier- eine Ortsumgehung. Viele Fahrzeuge brausten nach der Grenzöffnung durch Utecht. Zu viele meinte die Gemeinde und begann den Bau einer Ortsumgehung in Richtung Schattiner Straße. Dabei machte sie auch die gerade Ortsdurchfahrt, den Wieseweg, zu. Eine scharfe Kurve und ein enger Kopfsteinpflasterweg hielten von nun an große Laster und Verkehrsströme von den Utechtern fern. Doch zerfahrene Fußwege und umgefahrene Straßenlampen sind der Tribut der schmalen Durchgangsstraße. Dazu kommen Absackungen des Straßenpflasters. Vor Jahren baute der Zweckverband Radegast in Utecht sein Abwassernetz aus. Die beauftragte Firma, die die Straße in ihrem ursprünglichen Zustand wieder herstellen sollte, führte den Auftrag nicht fachmännisch aus. Die Firma ging pleite und der Kreis sieht für diesen Bereich seiner Kreisstraße den Zweckverband in der Pflicht. Seit zwei Jahren klagt er diese Sanierung im Rahmen der Gewährleistung des Betriebes vor Gericht ein. Leidtragende sind derzeit die Anwohner. "Mit dem Bau der Rothenhusener Brücke und dem Flugplatz in dem stetig wachsenden Lübeck wird das Verkehrsaufkommen höher. Nach einem Gespräch mit Landrat Erhard Bräunig rüttelte Bürgermeister Spiewack jetzt mit zwei neuen Ortsdurchfahrtsvarianten seine Bürger auf: den Verkehr wieder über den Wiesenweg zu leiten oder von der Dorfstraße über den alten Postweg, einen Sandweg. Anwohner haben im Vorfeld unter der Federführung des ehemaligen Bürgermeisters Manfred Hamburg vorsorglich 165 Unterschriften gegen die Öffnung des Wiesenweges gesammelt. Besteht doch die Befürchtung, dass der Kreis sich damit seiner kaputten Kreisstraße zu Lasten der Gemeinde entledigen will. Doch in jedem Fall bleibt ein Nadelöhr an der Kreuzung, wo aus Platzmangel momentan nicht mal Bürgersteige gebaut werden können. Einhellig stimmten deshalb abschließend alle für eine Ortsumgehung im Zuge des Autobahnbaus. Mit dieser Forderung auf Kreis- und Landesebene beauftragten die Bürger ihren Bürgermeister und forderten einen entsprechenden Gemeindevertreterbeschluss. Mit einer neu formulierten Unterschriftensammlung soll es Rückendeckung geben, über weitere Aktionen will man noch nachdenken. Quelle SVZ vom 23. Januar 2003 |
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