|
|
Gemeindevertretersitzung 29. April 2008 |
|
Einladungzur Sitzung der Gemeindevertretung Utecht am Dienstag, 29.04.2008 um 19:30 Uhr Die Sitzung findet in Utecht, Dorfgemeinschaftshaus, Seeweg 1a statt. TagesordnungÖffentlicher Teil - Eröffnung
- Einwohnerfragestunde
- Änderungsanträge zur Tagesordnung, Festsetzung der Tagesordnung
- Genehmigung des Protokolls der Sitzung vom 31.01.2008
- Bericht des Bürgermeisters
- Vorbereitung der Rechnungsprüfung für das Haushaltsjahr 2007
Vorlage: 0243/15KÄ/2008 - Bauantrag zur Errichtung von Dachgauben auf dem vorh. Gartenhaus in Utecht, Dorfstr. 21 C von Herrn Brenner
Vorlage: 0244/15BA/2008 - Bauantrag zum Ausbau eines Wirtschaftsgebäudes zu Ferienzimmern in Utecht, Dorfstr. 28 von Herrn Apolony
Vorlage: 0245/15BA/2008 - Beschluß der Haushaltssatzung für das Haushaltsjahr 2008
Vorlage: 0246/15KÄ/2008 - Beschluß zur Antragstellung auf Geschwindigkeitsbeschränkung 30 km/h in der Ortslage Campow
Vorlage: 0247/15OA/2008 - Verschiedenes
gez. Spiewack Bürgermeister |
|
|
Utecht: Streit um Dorfstraße beendet |
|
Der Ort Utecht erhält eine neue Dorfstraße. Darauf verständigten sich der Zweckverband Radegast und der Landkreis Nordwestmecklenburg. Ein mehr als zehn Jahre andauernder Rechtsstreit endet damit. "Löst den Kreistag auf", forderte vor vier Monaten Utechts Bürgermeister Andreas Spiewack. Der Grund: Landkreis und Zweckverband Radegast fanden keinen Kompromiss zum Bau der Dorfstraße Utecht. Dort verlegte eine Baufirma in den Jahren 1994/95 die Abwasserleitungen. Nach Fertigstellung der Arbeiten begann die durch Utecht verlaufende Kreisstraße sich abzusenken. Übrig blieb eine Holperpiste. Regressforderungen an die bauausführende Firma waren zwecklos, denn diese hatte längst Insolvenz angemeldet und war vom Markt verschwunden. Trotz Verhandlungen: Der Zweckverband als Auftraggeber und der Kreis als Straßeneigentümer fanden keinen gemeinsamen Nenner. Es folgte ein Rechtsstreit um eine Beteiligung an den Instandsetzungskosten. Über die Jahre stieg die Summe von 25000 Euro auf heute 90000 Euro an. Jetzt hat sich das Blatt zum Besseren gewendet. "Die Kuh ist vom Eis. Wir sind heute in der Lage, einen außergerichtlichen Vergleich zu schließen", sagt Birgit Hesse, zweite Stellvertreterin des Landrates. In einer durch das Amt Rehna initiierten Unterredung mit Utechts Gemeindeoberhaupt Andreas Spiewack verkündete Birgit Hesse mit Burkhard Bohm als Fachdienstleiter Bau und Liegenschaften den Lösungsvorschlag: Zweckverband und Kreis zahlen jeweils 45000 Euro. "Wir hatten Probleme mit dem Zweckverband. Es gab Differenzen. Aber diese sind beseitigt", meint Bohm. Zweckverbandschefin Ute Hennigs bedauerte hingegen, dass der Nordwestkreis im Vorfeld verschiedenste Angebote ausschlug bzw. Landrat Erhard Bräunig diese nicht akzeptierte. Die Gesprächsinitiative vor der Wahl brachte die Wende. Amtsleiter Dirk Gros: "Wir haben eingeladen, damit der Straßenbau endlich über die Bühne gegen kann." Folglich ließ der Kreis ein paar Federn, der Zweckverband legte mit Zustimmung des Vorstandes nochmals drauf. Beide Seiten betonten allerdings, dass sie der Kommunalverfassung verpflichtet seien und auf das Beweissicherungsverfahren und Gutachten beim Problemfall Utecht nicht verzichten konnten. Ob der teure Rechtsstreit notwendig war, bezweifelt Utechts Gemeindechef Andreas Spiewack. Er hält die geäußerte Kritik gegenüber dem Landkreis für gerechtfertigt. Und: "Die kritische Berichterstattung in der SVZ hat Bewegung in die Verhandlungen gebracht." Burkhard Bohm erinnerte daran: "Seit 2006 liegen die Planungen zum Straßenbau vor." Lediglich der Kreistag muss jetzt über das wichtige Projekt befinden. Frühestmöglicher Baubeginn könnte Mitte 2009 sein. Die Höhe der Investitionen belaufen sich auf 453000 Euro. Der Straßenverlauf bleibt unverändert. Quelle: SVZ vom 12.04.2008 |
|
Ein Stück Geschichte verschwindet |
|
Am 7. April 2008 wurde mit dem Abriss der alten Grenzerkaserne in Utecht begonnen. Binnen einer Woche war die Kaserne dem Erdboden gleichgemacht. 
Damit verschwindet der wohl letzte bauliche Missstand in Utecht und wir können mit Gewissheit davon sprechen in einem Dorf zu leben, wie man es sich vorstellt. 
Mit dem Abriss wird man sich an neue Ansichten im Dorf gewöhnen dürfen. Freuen wir uns darauf. |
|
Erstmalig wurde der Ort 1230 im Ratzeburger Zehntenregister erwähnt und zwar als „Campowe“ und bedeutet soviel wie Inseldorf. 1238 schenken die Herzöge von Sachsen-Lauenburg dem Ratzeburger Dom den Holzhieb in „Campowe“ und belehnen 1252 das Domkapitel mit Campow nebst allem Zubehör. Bei den Campower Bauern jener Zeit handelt es sich offensichtlich um deutsche Siedler aus Westfalen. Das belegt schon der Name der 1. Flurstelle, der Schulzenhof, der im Lauenburger Bederegister „Sadelhaue“ genannt wird. Wann er ursprünglich erbaut wurde, ist nicht festzustellen. Ihm war der Tegelbark als Feldmark zugehörig, auf dem es der Sage nach eine Ziegelei gegeben hat, in der die Ziegel für den Ratzeburger Dom gebrannt wurden. Die weitere Entwicklung Campows ähnelt der von Utecht. Eine nicht unbedeutende Rolle im Leben des Ortes spielt seit dem 16. Jahrhundert die Schule, die ursprünglich im Dorfkaten untergebracht war. Der letzte Neubau des Schulzenhauses erfolgte 1883. 1787 zeigt sich Campow als ein kleines sackartiges Angerdorf, das die von Ratzeburg über Utecht nach Lübeck führende Landstraße berührt. Um die Jahrhundertwende (1900) wurde eine kleine Pension für Sommerfrischler eingerichtet. Offensichtlich ist dies der Zeitpunkt, zu dem sich Campow insgesamt dem Fremdenverkehr zuwendet. Hierbei spielen der Ratzeburger See, die Wakenitz und die Utechter Höhe eine herausragende Rolle. Besonders die Motorbootverbindungen zwischen Ratzeburg und Lübeck haben dazu beigetragen, den Ort für Besucher interessant zu machen. So kommen jedes Jahr viele Gäste nach Campow, um in der wunderschönen Natur Ruhe und Erholung zu finden. Es gab damals sechs Pensionen mit geräumigen Gästezimmern, Speisesälen und Veranden. Der lange Strand mit Stegen und Badehütten war Anziehungspunkt für die vielen Erholungssuchenden. Es gab viele Ausflugs- und Wandermöglichkeiten in die nähere und weitere Umgebung Campows. Zudem sorgten Konzerte und musikalische Abende für Abwechslung. Schon damals waren die Pensionsbetriebe bestrebt, den Gästen bei geringen preisen volle Pension für Wochen und Monate zu bieten. So lag zum Beispiel 1910 der Preis für die Vollpension bei 3,50 Mark pro Person. Die Ära als Erholungsort ging durch den 2. Weltkrieg und der Teilung Deutschlands zu Ende. Campow, unmittelbar an der ehemaligen innerdeutschen Grenze gelegen, hat wie die meisten Orte im Grenzgebiet vor der „Wende“ keine Weiterentwicklung erfahren. Heute gilt es, die Interessen der Einwohner und die des Naturschutzes einander anzunähern, um beiden gerecht zu werden. Quelle - www.rehna.de |
|
Samstag, 22. März 2008 08:24 |
|
Urkundlich erwähnt wird Utecht erstmals 1230 im Ratzeburger Zehntenregister und zwar als „Utechowe“ und dem Kirchspiel Schlagsdorf zugehörig. Dieser Name verweist auf das sehr viel ältere Vorhandensein des Rundlingsdorfes als wendische Siedlung. 1278 wird Utecht als „Utech“ an das Johanniskloster zu Lübeck verkauft, wobei ein Rest des Zehnten den Mönchen zu Ratzeburg verbleibt. 1375 wird das Ratzeburger Domkapitel von Kaiser Karl IV. als alleiniger Besitzer von Utecht mit dem benachbarten Neuhof bestätigt. 1747 wird der Stadt Lübeck die Landeshoheit über Utecht zugesprochen, das zu dieser Zeit aus den Wohnplätzen Dorf Utecht, Rothenhusen und Schattin besteht. Es enthielt 16 Hufen in 9 Familienstellen und besitzt darüber hinaus eine Wassermühle, sowie eine nördlich vom Dorf gelegene Windmühle. Rothenhusen, 1,5 km nördlich des Dorfes, besteht aus einem einzelnen Haus auf einer kleinen Insel am Ausfluß der Wakenitz aus dem Ratzeburger See, wo eine Fähre die damals hauptsächlich genutzte Verbindung zur Lübecker – Ratzeburger – Chaussee herstellt. Ähnlich strategische Bedeutung wie der Fährübergang besitzt für Lübeck zu jener Zeit die 80 Meter hohe, nahe der Südoststrecke der späteren lübschen Exklave Utecht/ Schattin gelegene „Utechter Höhe“, die einen beherrschenden Einblick auf das nördliche Becken des Ratzeburger See gestattet. Von aller größter Bedeutung für Utecht ist das Jahr 1815, in dem das Johanniskloster zu Lübeck mit den Eingesessenen einen Vergleich schließt, in dessen Folge ihnen das Eigentum an ihrem Grundbesitz unter Vorbehalt des klösterlichen Obereigentums zugestanden wird. Im Jahre 1885 zählte Utecht 34 landwirtschaftliche Betriebe bei 158 Einwohnern. 1937 kommen Utecht, Campow und Neuhof zum Land Mecklenburg. Im Jahre 1975 wird Neuhof im Zuge der Grenzsicherungsmaßnahmen an der innerdeutschen Grenze geschleift. Am Ufer des Ratzeburger Sees gelegen, war Utecht zu Jahrhundertbeginn schon ein beliebter Urlaubsort. Seit 1995 verbindet eine Autostraße durch das Kammerbruch und über die Wakenitz Utecht mit dem benachbarten Rothenhusen in Schleswig-Holstein. Quelle - www.rehna.de |
|
|
|
|
|
|
Seite 5 von 7 |