Archiv der Kategorie: Gemeinde

Brückensperrung sorgt für Unmut

UTECHT/ROTHENHUSEN – Kilometerlange Umwege müssen tausende Kraftfahrer bei Utecht in Kauf nehmen. Denn seit gestern ist die Wakenitzbrücke in Rothenhusen wegen Bauarbeiten gesperrt. Dort sollen die beiden Straßenrampen an der Brücke durch Fahrbahnschwellen ersetzt werden. Umweltschützer wollen dadurch erreichen, dass Autofahrer den Brückenbereich zum Schutz der Tierwelt langsamer überqueren. Eine Folge der Vollsperrung ist, dass Kinder aus der Gemeinde Utecht zu Fußmärschen gezwungen sind, um zur Kita, zur Schule oder zum Sportverein zu gelangen. “Das ist ganz großes Kino hier. Man kann es nur noch mit Humor nehmen”, ärgerte sich gestern Nachmittag der Utechter Heiko Nowack, als er mit drei Kindern das Westufer der Wakenitz erreichte. Von dort aus machte er sich mit den Knirpsen per Auto auf den Weg zum Tennis-Nachwuchstraining in Lübeck.

So wie Nowack machen es inzwischen viele Familien. Wer von ihnen zwei Autos besitzt, parkt das eine Fahrzeug auf der Westseite, um damit Fahrten in Schleswig-Holstein zu absolvieren. Das andere Auto bleibt auf der Ostseite für Fahrten in MV. Umwege von bis zu 30 Kilometern Länge wollen viele nicht in Kauf nehmen. Stattdessen nehmen sie einen zwei Kilometer langen Fußweg auf sich – auch um Spritkosten zu sparen.

Utechts Bürgermeister Andreas Spiewack hofft, dass die Bauarbeiten bis zum 18. Dezember abgeschlossen sind. Der Ärger über die Vollsperrung in der Vorweihnachtszeit ist bei ihm noch längst nicht verflogen. “Wie zu einer solchen Jahreszeit gebaut werden kann, ist mir schleierhaft. 50 Prozent der Kinder aus Utecht und Campow besuchen Kitas und Schulen in Groß Grönau und Lübeck und sind auf diese Brücke angewiesen. Verlierer sind auch Einzelhändler auf beiden Seiten der Wakenitz”, verdeutlicht Spiewack.

Damit der Zeitplan gehalten werden kann, soll im Baubereich u. a. ein Zelt errichtet werden, damit der Beton schneller abbinden kann und vor Frost geschützt ist. Sollte es nichtsdestotrotz zu Bauverzögerungen kommen, könnten auf den Kreis Herzogtum Lauenburg als Aufftraggeber Vertragsstrafen zukommen. Nach SVZ-Informationen soll es sich dabei um mögliche Zahlungen von mehreren tausend Euro pro Tag handeln.

Quelle: SVZ

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Brücke ab Nikolaustag voll gesperrt

UTECHT/THANDORF – Eine wohl eher unerfreuliche Nikolausüberraschung werden die Einwohner von Utecht und Thandorf bekommen. Denn die geplanten Bauarbeiten an der Wakenitzbrücke werden am Montag, dem 6. Dezember, beginnen, wie gestern Mitarbeiter der Kreisverwaltung Herzogtum Lauenburg mitteilten.

Nach Fertigstellung der Brücke im vergangenen Jahr ist es mittlerweile die dritte Vollsperrung. Diesmal soll aber nichts an der Brücke saniert werden, sondern die beiden Straßenrampen an der Brücke. Diese sollen durch Fahrbahnschwellen ersetzt werden. Grund ist ein jahrelanger Streit zwischen dem Herzogtum Lauenburg und dem Bund für Natur und Umwelt Deutschland (BUND). Denn den Umweltschützer geht es vor allem um den Erhalt der Tierwelt nahe der Brücke, deshalb sollen Schwellen eingesetzt werden, um überhöhte Geschwindigkeiten der Autofahrer zu vermeiden. Die Wakenitzbrücke verbindet die Bundesländer Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Von der Vollsperrung, die voraussichtlich bis zum 18. Dezember andauern wird, sind auch die Gemeinden Thandorf und

Utecht betroffen. Begeistert von der Sperrung sind die Bürgermeister nicht. “Wir haben uns auf eine Sperrung ab dem 6. Dezember geeinigt. Wir haben versucht, das möglichste für unsere Einwohner herauszuschlagen”, sagte gestern Utechts Bürgermeister Andreas Spiewack. Denn mit der Vollsperrung der Brücke müssen die Bürgerinnen und Bürger erhebliche Beeinträchtigungen hinnehmen, denn Mecklenburger, die auf dem Weg nach Schleswig-Holstein sind, müssten Umwege von bis zu 30 Kilometern in Kauf nehmen. Und auch die Schulwege der Kinder würden sich verlängern. “Wir haben auch unsere Bedenken bezüglich der Witterung gegenüber der Baufirma geäußert”, so Spiewack. Aus diesem Grund will die Baufirma unter einem beheizten Zelt die Arbeiten an der Brücke vornehmen, damit der Beton richtig abbinden kann.

Zufrieden mit dem Kompromiss ist Utechts Bürgermeister nicht: “Wir können damit nicht leben, wir müssen damit leben.”

Quelle: SVZ

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Gemeindevertretersitzung 7.12.2010

Zur amtlichen Bekanntmachung

 

Einladung zur Sitzung der Gemeindevertretung Utecht

 

 

Sitzungstermin:

Dienstag, 07.12.2010, 19:30 Uhr

 

Ort, Raum:

Dorfgemeinschaftshaus, Seeweg 1 a, 19217 Utecht

Tagesordnung:

Öffentlicher Teil

  1. Eröffnung
  2. Einwohnerfragestunde
  3. Änderungsanträge zur Tagesordnung, Festsetzung der Tagesordnung
  4. Genehmigung des Protokolls der Sitzung vom 28.09.2010
  5. Bericht des Bürgermeisters
  6. Beschluss zum Ausbau des Gehweges an der K 05 und Ausbau Stichweg 2 in Utecht; Vorlage: 0300/15BA/2010
  7. Satzungsbeschluss über die 1. Änderung der Satzung über den Bebauungsplan Nr. 8 der Gemeinde Utecht für das Gebiet “Östlich der Wiesenstraße”
    Vorlage: 0302/15BA/2010
  8. Antrag auf Nutzungsänderung eines Teils des vorh. Stallgebäudes in
    eine Betriebsleiterwohnung in Campow; Vorlage: 0304/15BA/2010
  9. Beschluss über die Neuverteilung der Hausnummern in der Gemeinde Utecht
    für Straßen, die ihren Straßennamen behalten; Vorlage: 0305/15BA/2010
  10. Beschluss zur Neufassung der Geschäftsordnung der Gemeindevertretung der Gemeinde Utecht; Vorlage: 0306/15HA/2010

  11. Verschiedenes

Nichtöffentlicher Teil:

  1. Grundstücksangelegenheiten

 

Gemeindevertretung Utecht

gez. Spiewack

Bürgermeister

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Brücken-Sperrung: Utecht schlägt Alarm

UTECHT – Krisenstimmung an der Landesgrenze zu Schleswig-Holstein: Ohne jegliche Vorwarnung will der Landkreis Herzogtum-Lauenburg ab Montag die Kreisstraße und damit die Brücke über die Wakenitz zwischen Utecht und Rothenhusen aufgrund von Straßenbaumaßnahmen für drei Wochen sperren. Ein Verwaltungsakt der Utechts Bürgermeister Andreas Spiewack fast Sprache verschlägt: “Wir ringen nach Worten.” Nach seinen Angaben wurde die Gemeinde erst gestern über die Maßnahme informiert. Es handelt sich um die dritte Vollsperrung seit der Fertigstellung des Brückenneubaus in 2009.

Die Kreisverwaltung mit Sitz in Ratzeburg steht jetzt unter Druck: “Wir haben keine andere Wahl”, sagt Michael Birgel. Der Fachbereichsleiter Regionalentwicklung und Bau im Nachbarkreis weist auf ein Mediationsverfahren zur Konfliktbeilegung mit Umweltschützern hin. “Bis zum 31. Dezember müssen wir zwei Aufpflasterungen zur Durchsetzung einer Geschwindigkeitsregulierung installieren.” Eine Forderung des Bundes für Umwelt und Natur, der neben den bereits installierten Ottertunnel eine weitere Verkehrsberuhigung als wichtigen Umweltbeitrag ansieht. Darüber hinaus sei allein schon aus arbeitsschutzrechtlichen Gründen die Maßnahme nur mit Vollsperrung realisierbar, so Birgel. Der zeitliche Ablauf sei nicht optimal, aber der Kreis Herzogtum-Lauenburg habe über Monate um Alternativen zur Aufpflasterung gerungen. “Jetzt müssen wir die Auflagen erfüllen. Sonst droht ein weiteres Verfahren”, so Birgel.

Die Folgen der behördlich verordneten Maßnahme sind weitreichend: Schulen, Kidergärten und Arbeitsstätten in Schleswig Holstein sind ab Montag nicht auf direktem Weg erreichbar. Spiewack prognostiziert Auswirkungen auf den Einzelhandel: “Die gesamte Region kauft im benachbarten Groß Grönau ein. Den Händlern drohen vor den Feiertagen massive Umsatzeinbußen.” Der Utechter ist verärgert. Er sieht nur eine Möglichkeit: “Die Vollsperrung verhindern.” Seine Kritik richtet er ebenso an den Nordwestkreis. Eine Sprecherin Verwaltung sagte gestern gegenüber der SVZ: “Baulastträger und allein verantwortlich ist der Nachbarkreis.” Der Nordwesten sei seiner Informationspflicht mit der Aufstellung von Hinweisschildern nachgekommen.

Thandorfs Bürgermeister Wolfgang Reetz sucht diese vergeblich: “Am Donnerstag waren keine Schilder zu sehen.” Er würde sich nicht wundern, wenn Bürger auf Transparenten das eigentliche Problem benennen. Reetz weiter: “Der Adventsmarkt wurde mit tausenden von Euros beworben. Jetzt findet kein Lübecker nach Thandorf.” Er sehe jetzt Landrätin Birgit Hesse in der Pflicht: “Wir müssen vor dem Verwaltungsgericht Schwerin einen Aufschub der Arbeiten erreichen.”

Quelle: SVZ

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Landkreis fördert Autorennbahn

UTECHT – Im Haus von Jürgen de Wall in der Utechter Dorfstraße toben fünf Kinder. Drei sind seine eigenen, zwei sind Nachbarskinder. Im 370-Seelen-Dorf gibt es viele Kinder zwischen null und 14 Jahren. Auf etwa ein Viertel der Dorfbewohner schätzt Jürgen de Wall ihren Anteil. “Im Sommer sind die Bedingungen für die Kleinen hier toll, aber im Winter ist wenig los”, sagt der Biologe. Die nächsten Städte sind schwer zu erreichen, schnell macht sich Langeweile breit. Deshalb hatte Jürgen de Wall zusammen mit dem Utechter Henning Siburg die Idee, eine Carrera-Bahn anzuschaffen. “Wir wollen nicht, dass die Kinder im Winter rumhängen”, beschreibt de Wall das Ziel des Projekts. Die Resonanz sei bei Eltern und Kindern gleichermaßen groß gewesen.

Zur Realisierung fehlen noch etwa 1000 Euro

Zwischen 1500 und 2000 Euro kostet die Umsetzung der Idee. Doch dieses Geld gab es nicht. Deshalb hielt de Wall nach Fördertöpfen Ausschau. Und wurde fündig: Der Fachdienst Jugend des Landkreises Nordwestmecklenburg bot eine “Förderung von Präventionsprojekten” an. Volumen: 6000 Euro für Kriminalitätsvorbeugung. Und weil der Utechter Plan gegen die Langeweile letztlich auch ein Unternehmen gegen Gewalt und Kriminalität ist, stellte de Wall einen Förderantrag. So wie 27 andere Gemeinden auch. Die Utechter erhielten schließlich 500 Euro aus dem Topf. “Ein guter Anfang, für den wir sehr dankbar sind”, sagt Jürgen du Wall, “aber leider noch nicht genug.” Deshalb sucht er nun nach weiteren Sponsoren. Schließlich sollen bereits im kommenden Winter die kleinen Autos über die Rennbahn flitzen. Auch die Firma Carrera selbst hat er schon angeschrieben, erhielt bisher aber keine Antwort. “Wir bekommen monatlich hunderte solcher Anfragen”, erklärt Unternehmens sprecherin Sylvia Weninger. Grundsätzlich ausgeschlossen sei das Sponsoring zwar nicht, es müsse aber erst geprüft werden.

Utechts Bürgermeister Andreas Spiewack ist begeistert vom bürgerschaft lichen Engagement der Dorfbewohner. “Das funktioniert bei uns sehr gut – solche Projekte haben meine volle Unterstützung”, so Spiewack. Auch die Gemeinde versucht, noch etwas Geld für das Projekt bereitzustellen. Außerdem soll ein Raum im Gemeindehaus als Heimat der Rennbahn renoviert werden. Auch der Sportverein FSV Utecht will das Projekt unterstützen. Ob die vierspurige Rennbahn bis zum Winter fertig wird, ist fraglich. Aber Jürgen de Wall will alle Hebel in Bewegung setzen, um das ehrgeizige Ziel zu erreichen. Damit es möglichst schnell heißt: Kleine Autos – große Wirkung.

Quelle: SVZ

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Gemeindevertretersitzung 13.07.2010


Zur amtlichen Bekanntmachung

 

Einladung zur Sitzung der Gemeindevertretung Utecht

 

 

Sitzungstermin:

Dienstag, 13.07.2010, 19:30 Uhr

 

Ort, Raum:

Dorfgemeinschaftshaus, Seeweg 1 a, 19217 Utecht

Tagesordnung:

Öffentlicher Teil

  1. Eröffnung
  2. Einwohnerfragestunde
  3. Änderungsanträge zur Tagesordnung, Festsetzung der Tagesordnung
  4. Genehmigung des Protokolls der Sitzung vom 23.03.2010
  5. Bericht des Bürgermeisters
  6. Beschluss zur Neufassung der Hauptsatzung der Gemeinde Utecht Vorlage: 0285/15HA/2010
  7. Beschluss zum Ausbau des Stichweges 01 im Bereich der Ortsdurchfahrt Utecht (Kreisstraße K 05); Vorlage: 0286/15BA/2010
  8. Beschluss zum Ausbau des Stichweges 02 im Bereich der OD Utecht (Kreisstraße 05); Vorlage: 0287/15BA/2010
  9. Ausbau des Gehweges im Bereich der Kreisstraße K 05 Vorlage: 0288/15BA/2010
  10. Verschiedenes

Nichtöffentlicher Teil:

  1. Grundstücksangelegenheiten

 

Gemeindevertretung Utecht

gez. Spiewack

Bürgermeister

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Brückenfest steigt bei Utecht

UTECHT/ROTHENHUSEN – Die Kirchgemeinden Groß Grönau und Schlagsdorf laden am Sonntag, 20. Juni, ab 11 Uhr zu einem Open-Air-Gottesdienst mit einem anschließenden Brückenfest in Rothenhusen ein. Der Gottesdienst findet in der Nähe der Rothenhusener Wakenitzbrücke auf dem Gelände des Jugendheimes statt und wird musikalisch von Posaunen und den Kinderchören beider Kirchgemeinden umrahmt. Es folgt anschließend ein Kinderprogramm. Zudem wird eine Jazzband ihren Auftritt haben.

Während des Brückenfestes werden u. a. Zeitzeugen von den Ereignissen an der ehemaligen innerdeutschen Grenze berichten. In einer Fotoausstellung sind alte Dorfansichten und Bilder von der innerdeutschen Grenze zu sehen.

Rückblick: Nach dem Krieg wurden auch die letzten mecklenburgischen Teile nach Abzug der Engländer durch russische Truppen Anfang Juli 1945 besetzt. Anfangs herrschte über die Wakenitzbrücke noch ein reger Grenzverkehr, der nach und nach weniger wurde. Dann wurde die Auffahrt östlich der Brücke durch einen tiefen Graben unterbrochen, so dass der Verkehr völlig zum Erliegen kam. Nun trafen sich die Menschen aus Ost und West an der Brücke zum Gedanken- und Warenaustausch. Die Grenzbefestigungen wurden dann auf östlicher Seite immer stärker ausgebaut und befestigt. Es entstand das so genannte Sperrgebiet und so war es den mecklenburgischen Bewohnern nicht mehr gestattet, sich mit

ihren Verwandten und Bekannten aus dem Westen hier zu treffen. So wurde die Wakenitzbrücke für vier Jahrzehnte ein Mahnmal, das auf die Teilung Deutschlands hinwies.

Nach dem Fall der Mauer in Berlin öffnete sich nach einer Teilerneuerung der Wakenitzbrücke am Gründonnerstag 1990 der Schlagbaum an der Rothenhusener Wakenitzbrücke. Vorher wurde die unterbrochene Brückenauffahrt und die alte zugewachsene Trasse zwischen Wakenitzbrücke und Utecht provisorisch auf dem Kolonnenweg hergestellt.

Anfangs durfte die neue Wegeverbindung zwischen Utecht und Rothenhusen nur von Fußgängern und Radfahrern benutzt werden. Die Freigabe des übrigen Verkehrs ließ noch auf sich warten, da die zuständigen Behörden für Verkehr und Naturschutz sich nicht einig wurden. Im Oktober 1991, eineinhalb Jahre nach der Grenzöffnung wurde das Debakel beendet. Mit 20 km/h und einem Gesamtgewicht von sechs Tonnen wurde die Brücke für den Fahrzeugverkehr freigegeben.

Vom Frühjahr 1993 bis 20. Juli 1995 wurde die Kreisstraße zwischen Utecht und der Wakenitz wegen Neubau über zwei Jahre gesperrt. Die lange Bauzeit ergab sich neben Gründungsproblemen auch aus der technologischen Schwierigkeit, da die Baustelle nur aus einer Richtung mit Materialien versorgt werden konnte. Der Grund: Die Wakenitzbrücke hatte für Baustellenfahrzeuge keine ausreichende Tragfähigkeit.

Im Laufe der vergangenen zwanzig Jahre kam es dann immer wieder aus Sicherungsgründen zur Sperrung der maroden Wakenitzbrücke. Die Tragfähigkeit wurde von sechs auf drei Tonnen herabgesetzt. Die letzte lange Vollsperrung der Kreisstraße 105 erfolgte wegen Neubaus der zweispurigen Wakenitzbrücke vom 4. August 2008 bis zur Einweihung am 3. April 2009.

Quelle: SVZ

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Utecht hofft auf Podestplatz im Dörferwettstreit

CAMPOW – Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus hat in Campow (Gemeinde Utecht) den 7. Landeswettbewerb “Unser Dorf soll schöner werden – Unser Dorf hat Zukunft” eröffnet. In den nächsten Tagen werden sieben Gemeinden von der Bewertungskommission bereist. Dabei sollen die Jurymitglieder herausfinden, welche Gemeinden zu den Top drei gehört und welche Gemeinde das Land im Bundeswettbewerb vertreten wird.

“Es gilt wieder, an die vorangegangenen Wettbewerbe anzuknüpfen. Viermal Gold und viermal Silber für die Gemeinden aus Mecklenburg-Vorpommern auf Bundesebene sind unsere bisherigen Erfolge”, so der Minister. Wie bei den vorangegangene Wettbewerben werden auch diesmal alle sieben Gemeinden im Landeswettbewerb für ihr Engagement gewürdigt und der erst-, zweit- und drittplazierte Sieger gekürt. Darüber hinaus werden ihnen jeweils 30 000 Euro Fördermittel in Aussicht gestellt, mit denen Maßnahmen im Rahmen der Richtlinie zur integrierten ländlichen Entwicklung realisiert werden können. “Mit der Bereitstellung dieser zusätzlichen Fördermittel wird die große Bedeutung des Wettbewerbes für den ländlichen Raum gewürdigt”, sagte Backhaus. Für Utechts Bürgermeister Andreas Spiewack ist bereits die Teilnahme am Landeswettbewerb eine Auszeichnung. “Vielleicht erreichen wir ja einen Podestplatz. Wir fiebern jetzt dem 11. Mai entgegen”, so Spiewack. Dann soll in Schwerin bekannt gegeben werden, welche Gemeinde das Landesfinale für sich entscheiden konnte.

Für den Jurybesuch hatten sich die Einwohner der Gemeinde Utecht nicht sonderlich vorbereitet. “Wir hätten tausend Stiefmütterchen pflanzen können, aber hätten der Jury dann etwas vorgegaukelt. Worauf wir hier stolz sind, ist das Miteinander, das Wir-Gefühl”, sagte Spiewack.

Der kleine Ort Campow an der ehemals innerdeutschen Grenze drohte einst von der Landkarte ausradiert zu werden. Dort lebten 1989 nur noch 33 Menschen, kein Schulbus fuhr dorthin. In Utecht gab es damals noch 100 Einwohner. “Inzwischen leben in unserer Gemeinde wieder 400 Menschen”, verdeutlicht Spiewack. Damit steht eine Gemeinde im Landesfinale, die von der Größe her nicht ins Wunschschema von Innenminister Lorenz Caffier (CDU) passt. Er setzt auf größere Gemeinden mit mindestens 500 Einwohnern. Wer darunter liegt, bekommt künftig weniger Finanzzuschüsse.

Neben der Gemeinde Utecht sind Rappin (Landkreis Rügen), Niepars (Nordvorpommern), Prieslich (Ludwigslust), Picher (Ludwigslust), Goldenstädt (Parchim) und Viez (Ludwigslust) für den 7. Landeswettbewerb qualifiziert. Die feierliche Abschlussveranstaltung des Landeswettbewerbes mit der Prämierung der Gemeinden, findet am Freitag, dem 2. Juli in der Siegergemeinde statt.

Quelle: SVZ

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Rückblick: Heute vor 20 Jahren öffnete sich um 17 Uhr die Grenze bei Utecht

UTECHT – Auf den Tag genau vor 20 Jahren öffnete sich gegen 17 Uhr die Grenze bei Rothenhusen. Unser Autor Horst Kömme erinnert an den historischen Moment – zumal die Wakenitzbrücke mehr als vier Jahrzehnte gesperrt war.

Nach der Entscheidung über die Öffnung durch den DDR-Ministerrat beauftragte der Kreis Herzogtum Lauenburg im März 1990 die Sanierung der Brücke. Rechtzeitig zur Grenzöffnung waren die Arbeiten abgeschlossen. Vorher wurde die unterbrochene Brückenauffahrt und die alte zugewachsene Trasse zwischen Wakenitzbrücke und Utecht provisorisch auf dem Kolonnenweg hergestellt.

Menschen aus Ost und West feierten ein Volksfest

Nach der Grenzöffnung wurde mit einem großen Volksfest in Utecht dann die Grenzöffnung von vielen Menschen aus Ost und West vor dem damaligen Kulturhaus gefeiert. Am Tag darauf war in der Tageszeitung zu lesen: “Und wieder geht die Grenze ein bisschen mehr auf. Jubel, Freudentränen und ein Gedränge, dass zeitweise nichts mehr ging – Tausende passieren den neuen Grenzübergang Rothenhusen/Utecht, der gestern um 17 Uhr eröffnet wurde. Der Fall der Grenze wurde Hüben und Drüben volksartig begangen.”

Anfangs durfte die neue Wegeverbindung zwischen Utecht und Rothenhusen nur für Fußgänger und Radfahrer benutzt werden. Später wurde sie auch für den Kfz-Verkehr freigegeben. Vom Frühjahr 1993 bis 20. Juli 1995 wurde die Kreisstraße zwischen Utecht und der Wakenitz nochmals wegen Neubau über zwei Jahre gesperrt. Die lange Bauzeit ergab sich neben Gründungsproblemen aus der technologischen Schwierigkeit, da die Baustelle nur aus einer Richtung mit Materialien versorgt werden konnte. Der Grund: Die Wakenitzbrücke hatte für Baustellenfahrzeuge keine ausreichende Tragfähigkeit.

Auch im Laufe der letzten 20 Jahre kam es dann immer wieder aus Sicherungsgründen zur Sperrung der maroden Wakenitzbrücke. Die Tragfähigkeit wurde von sechs auf drei Tonnen herabgesetzt. Die letzte lange Vollsperrung der Kreisstraße 105 erfolgte wegen Neubaus der zweispurigen Wakenitzbrücke vom 4. August 2008 bis zur Einweihung am 3. April 2009.

Bereits am Ostersonnabend gab es eine Feierstunde

Im Oktober des Jahres 2009 kam es wegen Baus des Ottertunnels wohl zur letzten Behinderung. Mit viel Geduld und finanziellen Opfern wegen der großen Umwege haben die Anlieger nach zwei Jahrzehnte nach der Grenzöffnung auch diese Unannehmlichkeiten überwunden.

Bereits am Ostersonnabend dieses Jahres wurde an der Wakenitzbrücke in einer Feierstunde seitens der Gemeinden Utecht und Groß Sarau an diesen denkwürdigen Tag vor 20 Jahren erinnert. (SVZ berichtete).

Quelle: SVZ

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Kreiswettbewerb 2009

Kreiswettbewerb 2009

Die eingescannte Originalurkunde!

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